Belly Boot Tackle / Zubehör

Belly Boote

Es gibt ein Menge Bellyboate auf dem Markt aber nicht alle sind ihr Geld auch Wert! Warum?? Viele sind schlecht verarbeitet oder sie verfügen nur über 2 Luftkammern was schnell bei eisigem Wasser lebensgefährlich werden kann! Also sollte man beim Kauf immer drauf achten das man mindestens 4 Luftkammern in den Außenschläuchen hat. Was den Sitz angeht ziehen wir klar Luftsitze vor da diese beim langen Sitzen viel angenehmer zu unserem Gesäß sind! Also hat ein gutes sicheres Bellyboat 6 Luftkammern (4 Hauptkammern, 2 in Sitz). Auch die Form ist von großer Bedeutung!  Wir unterscheiden V- Form und U-Form Bellyboate! V-Form Bellys haben nur Vorteil gegenüber der U-Form! Man sitzt nur bis zu den Knien im eisigen Wasser wodurch man nicht so schnell auskühlt (bei der u-Form bis über die Hüfte). Punkt 2 ist das man mit einer V-Form viel schnell und leichter Navigieren und Paddeln kann. Super sind unsere Modelle von Guideline, das Fish Cat von Outcast sowie das Mac Fishing. Mit diesen Bellyboaten fischen wir schon mehrere Jahre und sind immer noch total zufrieden!! Leider ein paar Euros mehr ausgeben und sicher bei 1Grad Wassertemperatur fischen. 



Bekleidung

 Bei der Bekleidung darf man beim Bellyboatangeln keine Kompromisse machen! Man stelle sich vor das man 6-8 Stunden bei einer Außentemperatur von bis zu -10Grad und einer Wassertemperatur von 1Grad konzentriert fischen will, ohne das man nach 1 Stunde seine Füße nicht mehr bewegen kann und Schmerzen durch Unterkühlung erleidet! Hier stellen wir unsere Kleidung und Hilfsmittel vor welche uns bei diesen extremen Temperaturen einigermaßen warm durch den Tag bringen!



1. Wathose

 Als Wathose kommen nur dicke Neoprenhosen (4-6mm) in frage. Man sollte drauf achten das das man die Hose recht groß kauft weil man in der Hose noch mehr trägt. Aber dazu später mehr! Zudem wir einem in einer größeren Wathose nicht so schnell kalt wie in einer Hautengen ab die Luft zusätzlich isoliert! Ich rate jeden eine Hose zu kaufen die keine festen Stiefel oder Schuh hat weil das einem beim Paddeln stark behindert! Hosen mit Neoprenfüßlingen sind optimal.

2. Füßlinge aus Neopren

Zu der Wathose sollte man sich noch Neoprenfüßlinge zulegen die man zusätzlich über die Wathose ziehen kann um die Füße zusätzlich vor Kälte zu schützen.

3. Neoprenschuhe

Neoprenschuhe sind ein Schutz die die Wathose vor Beschädigungen schützt. Diese müssen recht schmal geschnitten sein um gut in die Flossen zu kommen! Immer dran denken die Kleidungsstücke nicht zu klein zu kaufen!

4. Bellyboatflossen

Gute Flossen sind sehr wichtig! Gibt ein Haufen Müll auf dem Markt zu kaufen! Hier lohnt es sich besonders ein paar Euros mehr zu investieren! Meine Flossen sind mit einem Clipsystem versehen und haben die optimale Form um gut und schnell Navigieren zu kommen! Gerade bei Wind ist das Gold wert und man spart eine menge Kraft.

5. Schwimmweste

Sicherheit geht vor Schönheit! Es wäre echt lebensgefährlich ohne Schwimmweste aufs eiskalte Wasser zu fahren! Läuft einem die Wathose voll geht’s abwärts! Ich verwende eine Weste aus dem Kajakbereich! Noch besser sind Automatikwesten!

Handrute und Rolle

Die aktive Handrute bringt uns im Winter mit Abstand die meisten Zander. Habe mittlerweile einige Vertikailruten besessen bis ich meine für mich persönlich optimale Rute gefunden habe! Vertikalruten sind von Haus aus recht hart mit einer feinfühligen Spitze. Warum?? Der steife Blank ist wichtig weil wir nicht selten in Wassertiefen von 20 Metern+ fischen und immer sicher den Anschlag durchbringen müssen. Zudem braucht man Reserven beim Drillen. Die feine Spitze ermöglicht ein besseres Feingefühl bzw. super Köderkontrolle. Außerdem können die Bisse besser abgefangen werden! Kauft man sich eine zu weiche Rute machen die Drills zwar mehr Spaß aber viele Fische werden verloren gehen weil der Haken beim Anschlag nicht gut ins Fischmaul eindringen kann. Ist die Rute zu hart steigen einige Fische aus wenn man sie langsam aus der Tiefe hoch holt um dem Zander Zeit zu geben den Druckunterschied ausgleichen zu können. Außerdem ist es sehr wichtig dass Vertikalruten sehr leicht und kurz sind (1.80-2,1m). Der hintere Rutengriff sollte sehr kurz sein damit er nicht stört beim führen. Die Berkley Urban Spirit ist wie auf mich zugeschnitten! Relativ weiche Spitze und ein gutes Rückrad obwohl sie eigentlich keine reine Vertikalrute ist sondern für Streetfishing gebaut wurde! Weiterer Vorteil ist der rausziehbare Griff der einem beim Drill kapitaler Stachelritter eine große Hilfe ist und das Handgelenk stark entlastet! Der Rollenhalter ist auch genial gebaut! Man hat die Hand immer direkt auf dem Blank und bekommt so jeden noch so kleinen Biss mit und kann ihn verwerten!

Als Rolle verwende ich in der Hand lieber eine kleine Stationärrolle von Shimano (Seido 1000)! Ich mag die Bremse und das Handling einfach lieber als bei einer Baitcaster. Kleine Baitcasterrollen sind auch bestens geeignet aber das muss jeder für sich herausfinden welcher Rollentyp einem mehr liegt. Haben beide vor und Nachteile.

 

Rutentipps:    

  • Berkley Urban Spirit in 1,96cm Wg. 7-28gramm
  • Godfather II in 1.80m Wg. 14-28gramm
  • Yasei Vertical Jigging in 1.85m Wg 7-28gramm

 

Rollentipps:   

  • 1000er Stationärrollen mit Frontbremse z.B. von Shimano (Twin Power oder Seido)
  • Kleine Baitcasterrollen (z.B. Dawia Viento oder Megaforce)



Tote Rute und Rolle

Unter einer tote Rute versteht man eine zweite Rute die auf oder in einem Rutenhalter abgelegt wird. Hiermit fangen wir meist weniger  (etwa 1:3 zur aktiven Rute) aber dafür oft kapitale Glasaugen. Als tote Rute verwenden wir aber einen anderen Rutentyp wie bei der aktiven Handrute weil hier andere Punkte wichtig sind. Erster Punkt ist das die tote Rute etwas länger sein sollte um die Köder am Grund etwas von einander zu trennen und Verwicklungen zu vermeiden (2,10-2,70m). Die Spitze muss noch um einiges weicher sein da sie zur Bisserkennung dient. Wie bei der Handrute muss aber der weiche Rutenteil in ein hartes Rückrad übergehen um Anschläge durchbringen zu können! Optimal sind Drop Shot Ruten da sie die genötigten Eigenschaften vereinen.

Als Rollentyp kommen hier nur kleine Baitcasterrollen zum Einsatz. Das Handling ist einfach viel besser und bequemer als bei einer Stationärrolle. Besonders eignen sich Baitcasterrollen mit Twitchen Bar Einholsystem! Diese erlaubt uns per Daumendruck den Köder anzuheben ohne die Rute aus dem Rutenhalter nehmen zu müssen! Pro Knopfdruck wird etwa 10cm Schnur eingeholt!

 

Rutentipps:

  • Master Selection Drop Star 250 von Rozemeijer (D. Isaiasch Edition) Wg. 3-50gramm
  • Greys Prowla Drop Shot Rod in 2,13m Wg. 5-28gramm

 

Rollentipps:

  • Daiwa Viento 100L
  • Daiwa Megaforce 100 TSHL



Zubehör

Köder

 Zanderköder gibts wie sind am Meer. Stellen euch hier ein paar unsere Shads vor! Es gibt ein paar Sachen zu beachten. Die Oberseite sollte gerade und flach sein und der gesamte Aufbau schön Schlank. Die Farben meiner Shads sind komplett unterschiedlich. Ist es klar und Sonnig haben sich Brauntöne und Fischimitationen bewert ansonsten schöre ich auf Schockfarben wie Gelb oder Rot. Unterteilen unsere Shads in 2 Hauptgruppen!!

  1. ACTIONSHADS
  2. NO ACTIONSHADS

 

1. Actionshads sind gerade für den Anfang und das Ende der Saison fängig. Bei Wassertemperaturen die noch mild sind (bis etwa 5-6 Grad) mögen die Stachelritter noch viel Eigenaktion der Shads! Beim Kauf von Actionshads achte ich persönlich auf folgendes. Die Oberseite sollte gerade und Flach sein der Hammerschwanz einen offenen Winkel und einen kleinen Teller haben um nicht zu große Druckwellen zu erzeugen was beim Hechtfischen gewollt ist!

 

2. No Actionshads haben keine Eigenaktion. Diese Shads schneiden sehr gut im tiefsten Winter ab. Diese unterteile ich noch mal in 3 Untergruppen

  1. V-Schwänze
  2. Fransenshads
  3. Pintails

1. V-Schwänze wird Leben durch das langsame auf und ab bewegen der Rute eingehaucht wobei nur die kleinen Gabeln am Ende wackelt was die Zandern aber anscheinend super anspricht! Sollte in keiner Box fehlen! Ans besonderes gut hat sich die Modelle von Fin -S herrausgestellt!

 

2. Fransenköder sind meine Lieblingsköder beim Vertikalangeln. Bei Temperaturen von 6-1Grad lassen sie fast jeden Actionshad stehen! Dieser No Actionshad macht etwas mehr Bewegung als ein als V-Schwanz oder Pintail. Die Fransen wirbeln beim Aufsetzen auf dem Grund eine Staubwolke auf was die Zander verrückt macht! 

 

3. Pintails habe am wenigsten Bewegung! Unser Joker für den tiefsten Winter und die Zander nicht so richtig wollen! Hier bewegt sich nur das kleine Ende des Schwanzes des Pintails.

Innovation vom Huntingteam NRW

Es ist soweit!! Eine Revolution beim vertikalen Bellyboatfischen präsentiert euch das Huntingteam NRW! Meine 3te Ausführung der Bellyboathalterung ist kurz vor Saisonbeginn einsatzbereit! Von der Funktion gibt’s nur kleine Änderungen zur letzten Ausführung nur die Optik ist was ganz neues und wie ich finde ein echter Blickfänger! Auf dem Angelmarkt ist so was absolut nicht zu bekommen und ganz sicher nicht in dieser Qualität!

 

Da wir immer mit 2 Ruten Vertikalfischen und man auf dem Bellyboat nun wirklich nicht viel Platz zu Verfügung hat musste ich langer Tüfteln bis ich eine optimale Lösung gefunden hatte! Wichtig beim Aufbau war mir ein in alle Richtungen verstellbarer Rutenhalter für die tote Rute, ein verstellbare Geberstange sowie eine solide drehbare Aufnahme für den Echolotbildschirm. Wollte alles auf einer Schlauchseite habe um immer Echolot und tote Rute im Blick zu haben was mir in den letzten Jahren sicher viele Fische mehr gebracht hat weil man sehr schnell Reagieren muss um die Bisse auf der toten Rute verwerten zu können! Hat man sie immer im Blick ist das ein großer Vorteil! Werde im Winter für euch ein Video drehen und die Funktion am Wasser noch mal verdeutlichen!

 

Die gesamten Halterungen die ich für mich und meine Freunde gebaut habe wurden immer an die Schlauchdurchmesser der Bellyboate angepasst! Diese Aufführung gibt’s bisher aber auch nur einmal auf der Welt! Gefertigt ist die Halterung aus 100% Edelstahl. Die Unterseite ist mit Armaflex beklebt um das Bellyboat zu schützen. Die Montage dauert nur Sekunden! Einfach die Halterung auf das Bellyboat aufsetzen und Ausrichten! Befestigt wird die Halterung mit 2 Gurten die man unterm dem Bellyboatschlauch her zieht und mit 2 Klippverschlüssen fixiert!